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Verkaufsoffener Sonntag Essen Steele mal anders

 

Steele findet eigene Lösung für den verkaufsoffenen Sonntag

nicht verfügbar

Wenn am 22. und 23. April in Steele das Frühlingsfest stattfindet, gibt es für die Besucher ein nicht ganz gewöhnliches Angebot. Denn Steele und seine Händler wehren sich auf ihre eigene Art – gegen das stadtweite Verbot des verkaufsoffenen Sonntags.

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Im März hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die 28 geplanten verkaufsoffenen Sonntage in der „Einkaufsstadt“ Essen im Jahr 2017 in einem Eilverfahren gekippt, nachdem die Gewerkschaft Verdi dagegen geklagt hatte. Grund war, dass die Stadt laut Gericht „in ihrer Planung der verkaufsoffenen Sonntage den Feiertagsschutz nicht hinreichend beachtet“ hat. Denn die parallel statt findenden Festlichkeiten (wie zum Beispiel das Frühlingsfest), ohne die verkaufsoffene Sonntage nicht gestattet sind, seien für eine Erlaubnis nicht ausreichend. Die gibt es nur, wenn Besucher in erster Linie wegen des Festes in die Stadt kommen – und genau das sah das Gericht an den 28 Tagen mit den geplanten verkaufsoffenen Sonntagen nicht gegeben.

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Bemühung um eine Lösung

Das Verbot hat in ganz Essen für wenig Begeisterung unter den Einzelhändlern gesorgt. Kein Wunder, schließlich spielt der Umsatz an den verkaufsoffenen Sonntagen keine unerhebliche Rolle für die Geschäfte. In Steele war man daher bemüht, eine alternative Lösung zu finden, die sowohl Kunden als auch Händler zufrieden stellen kann.

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Genau das ist dem Initiativkreis City Steele (ICS) gelungen. Zum Blumenmarkt am Wochenende des 22./23. April in Steele können die Besucher eben nicht nur Blumen und Pflanzen bestaunen und kaufen. In Steele werden auf 250 Quadratmeter Verkaufsfläche auch die Händler ihre Waren anbieten, die ihre Geschäfte wegen des Verbots der verkaufsoffenen Sonntage nicht öffnen dürfen.

Im Vorfeld des Frühlingsfestes sind die Arbeiten daher in vollem Gange. Viele Geschäfte bauen Außenverkaufsstände auf, um sich und ihre Läden präsentieren zu können. Das bedeutete ein großes Stück Mehrarbeit für die Händler, der Aufwand ist enorm. Gleichzeitig sind die zu erwartenden Einnahmen viel niedriger als bei einem normalen verkaufsoffenen Sonntag, denn Waren und Verkauf sind nicht mit dem üblichen Angebot im Geschäft vergleichbar. Viele Händler bieten nur einen Bruchteil ihres gewohnten Sortiments an; das gesamte Warenangebot ins Freie zu schleppen, ist für wohl kaum realisierbar.

Flagge zeigen für Steele

Deswegen kann es kaum überraschen, dass nicht alle Steeler Händler beim Frühlingsfest und dem alternativen Außenverkauf mitmachen – von 200 sind es gerade einmal sechs. Andere haben sich immerhin dazu entschieden, alternative Angebote auf die Beine zu stellen: Statt Parfüm gibt es von der Parfümerie einen Informationsstand, statt Brillen gibt es vom Optiker einen Augencheck. Denn für die Einzelhändler gilt vor allem, Flagge für den Standort Steele zu zeigen und sich gegen das Verbot der verkaufsoffenen Sonntage zu wehren. Sie bemängeln vor allem, dass die Stadt sich vor den Verboten nicht über die Nachfrage bei den Kunden informiert habe. Das Frühlingsfest und der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag findet schließlich über die Grenzen Steeles hinweg enormen Anklang.

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Und so findet der Steeler Blumen- und Gartenmarkt in diesem Jahr am 22. und 23. April zum achten Mal und nicht unter ganz gewöhnlichen Bedingungen statt. Auf dem Kaiser-Otto-Platz, dem Grendplatz und der Hansastraße bieten über 50 Aussteller von 11 bis 19 Uhr ihre Waren an. Hinzu kommt ein bunten Begleitprogramm beim 6. Steeler Musikgarten mit Hella von Sinnen als Moderatorin.

Am Sonntag heißt es dann ab 12 Uhr „verkaufsoffener Sonntag einmal anders“.

23 April verkaufsoffener Sonnntag Essen-Steele

23 April verkaufsoffener Sonnntag Essen-Steele

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